Was ist „Kultur öffnet Welten“? Was ist „KIWiT“?

Der Kompetenzverbund Kulturelle Integration und Wissenstransfer KIWit vereint die Expertise der Bundesakademie Wolfenbüttel, des Bundesverbands NeMO, des Hauses der Kulturen der Welt, des netzwerk junge ohren und der Stiftung Genshagen.

„Kultur öffnet Welten“ ist Resultat einer gemeinsamen Initiative von Bund, Ländern und Kommunen, künstlerischen Dachverbänden und AkteurInnen aus der Zivilgesellschaft. Das netzwerk junge ohren ist die bundesweite Koordinierungsstelle. Das Haus der Kulturen der Welt verantwortet das Internetportal www.kultur-oeffnet-welten.de.

„Kultur öffnet Welten“ wird realisiert innerhalb des Verbunds KIWit. Der Kompetenzverbund KIWit wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Die Mitglieder des Kompetenzverbundes Kulturelle Integration und Wissenstransfer (KIWit) betrachten Teilhabe an Kunst und Kultur als wichtigen Baustein einer zeitgemäßen Einwanderungsgesellschaft und wollen deshalb diversitätsbewusstes Handeln von EinzelakteurInnen und Institutionen fördern. Dazu braucht es ein systematisches Konzept der Qualitätsentwicklung und -sicherung, das im kritischen Austausch von Kunstschaffenden und -vermittlerInnen, ForscherInnen, UnternehmerInnen, PolitikerInnen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Kultureinrichtungen und -administration entwickelt werden muss.

Der Kompetenzverbund begreift die Künste als zentrales und verbindendes Element. Die VerbundpartnerInnen stellen sich der komplexen Herausforderung mit ihren vielseitigen Kompetenzen: So bietet die Bundesakademie Wolfenbüttel Weiterbildung und Beratung für MultiplikatorInnen und bundesgeförderte Kultureinrichtungen und koordiniert darüber hinaus alle Aktivitäten von KIWit.

Die an das Haus der Kulturen der Welt angebundene Onlineplattform www.kultur-oeffnet-welten.de bietet ein Forum, das die Transformationsprozesse in der kulturellen Praxis kritisch reflektiert und diversitätsorientierte KulturakteurInnen sichtbar macht.

Die Stiftung Genshagen versteht sich als künstlerisches Labor für und mit Leitungspersonal und EntscheiderInnen aus Kultur und Wirtschaft und baut ihre Arbeit am Netzwerk Kulturelle Bildung und Integration weiter aus. Grenzüberschreitende, europäische Impulse werden aufgenommen und weitergegeben.

Das netzwerk junge ohren speist Wissen von zivilgesellschaftlichen Initiativen, insbesondere der TeilnehmerInnen von „Kultur öffnet Welten“, in den Verbund ein und setzt sich dafür ein, künstlerische Praxis diskriminierungsfrei und gleichberechtigt zu gestalten.

Der Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen (NeMO) befördert post-/und migrantische AkteurInnen und Perspektiven und sichert damit den Transfer von diversitätsorientierten Kompetenzen und Standards für unsere Einwanderungsgesellschaft. KIWIT wird mit seinen VerbundpartnerInnen deutschlandweit Workshops, Fortbildungen und künstlerische Labors durchführen und darüber hinaus mit weiteren PartnerInnen kooperieren.

„Kultur öffnet Welten“ will den bereits kontinuierlich geleisteten Beitrag von Kultureinrichtungen, KulturakteurInnen sowie KünstlerInnen zum inter- und transkulturellen Dialog und konkreter praktischer Arbeit bundesweit sichtbar machen, diesen würdigen und Impulse für weitere partizipative Aktivitäten mit anderen öffentlichen und zivilgesellschaftlichen AkteurInnen auslösen.

InteressentInnen sollen als VeranstalterInnen oder UnterstützerInnen aktiviert werden. Das Internetportal www.kultur-oeffnet-welten.de versteht sich als Plattform, bildet das entstehende Netzwerk von Beteiligten ab und liefert weitere Informationen.

Der Mehrwert der Initiative besteht neben ihrem Beitrag zur Sensibilisierung für kulturelle Vielfalt zunächst in der Chance zu Austausch, Verständigung und Vernetzung unterschiedlichster AkteurInnen vor Ort. Möglich wird zudem unter Einbeziehung der Netzwerke des bürgerschaftlichen Engagements, ein Know-How-Transfer in Form von Good Practice-Beispielen, die über die Webseite der Initiative bundesweit kommuniziert werden. Im Austausch mit den lokalen AkteurInnen sollen Good practice-Ansätze für die transkulturelle Öffnung von Kultureinrichtungen ermittelt und für künftige Arbeit ausgelotet werden. Hierbei steht die Frage im Mittelpunkt, welche regionalen Ansätze sich in andere Regionen und Institutionen übertragen lassen, welche Rahmenbedingen interkulturelle und partizipative Kulturarbeit benötigt und welche Instrumente für eine gleichberechtigte kooperative Arbeitsweise genutzt oder erprobt werden können.

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